Den vom OSI-Club ausgelobten und mit 1.000 € dotierten LorBär für die beste Diplomarbeit der vergangenen vier Semester am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU geht an Henriette Litta. Das hat die dreiköpfige Jury (Dr. Barbara Munske, Dr. Oliver Mietzsch, Prof. Dr. Gerhard Huber) entschieden.
Henriette Littas Arbeit "Why is there no Regional Human Rights Regime in East Asia? Analyzing Asian Values, Political Systems, and Regional Cooperation" geht der Frage nach, warum es - anders als in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent - in Asien kein regionales Menschenrechtsregime gibt. Die von den herrschenden Eliten in diesem Zusammenhang allzu gerne thematisierten Asian Values überzeugen sie dabei nicht. Vielmehr führt sie das Fehlen einer institutionalisierten Kooperation im Bereich des Menschenrechtsschutzes in Ostasien auf das Versagen des UN-Systems des Menschenrechtsschutzes sowie auf den von den USA ausgerufenen "War on terror" zurück, in dessen Folge der Menschenrechtsschutz in den Hintergrund getreten sei.
Für den LorBär nominiert werden konnten Arbeiten, die mindestens mit 1,3 benotet worden waren. Der LorBär für die beste Abschlussarbeit wird alle zwei Jahre - im Wechsel mit dem undotierten LorBär für herausragende Lehre - verliehen.
Die Verleihung des LorBärs 2005 erfolgte im Rahmen der
Diplomfeier am 8. Juli 2005.