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Wintersemester 2014/2015

RV 2014/15 Afrika: Revolution - Stadt - Wahl

Zum 8. Mal gestaltet der OSI-Club e.V. die öffentliche Ringvorlesung zur Politik in Afrika. In der diesjährigen Ringvorlesung Afrika: "Revolution - Stadt - Wahl" beschäftigen sich Referent_innen aus den verschiedensten Richtungen mit den Wahlen der drei Giganten Kenia (2013), Südafrika (2014) und Nigeria (2015).  Es wird auch gefragt , was es für Afrikaner_innen heute bedeutet „die Wahl zu haben“. Darüber hinaus soll der Einfluss zunehmender Verstädterung auf den Wahlverlauf und -ausgang untersucht werden.

Ab dem 14. Oktober 2014  werden an 16 Terminen wöchentlich immer dienstags um 18.00 Uhr politische, ökonomische und persönliche Gestaltungsmöglichkeiten in verschiedenen afrikanischen Gesellschaften zur Debatte gestellt.  

Hier geht es zum ausführlichen Programm



14.10.: Dr. Abdel Kader Haidara "Urbane Dimensionen: Timbuktu. Quelle kultureller Identität"

Dr. Abdel Kader Haidara

Dr. Abdel Kader Haidara, ist einer der bedeutendsten Archivare Malis. Von 1984 bis 1993 arbeitete er in Timbuktu für das Ahmed-Baba-Institut und leitete dann jahrelang die private Mamma Haidara Memorial Library. Wissend über die Bedrohung der heranrückenden islamischen Rebellen 2012, gelang es ihm und seinen Unterstützern aus der Bevölkerung eine Vielzahl historisch wertvoller Manuskripte der Stadt vor deren Zerstörung zu retten. In nächtlichen Aktionen konnten die antiken Schriftstücke in über 1000 Boxen verpackt und an verschiedenen Orten versteckt werden. Für diesen engagierten Einsatz erhält Haidara in diesem Jahr den Deutschen-Afrika-Preis.


Haidara eröffnet am 14. Oktober 2014 die Vorlesung und spricht zum Thema „Urbane Dimensionen: Timbuktu. Quelle kultureller Identität“.

Rückblick: Dr. Abdel Haidara am 14.Oktober 2014



21.10.: Audrey Mbugua "Rewriting Transgender Narratives in Africa: A Revolutionary Task?"

Audrey Mbugua

Audrey Mbugua arbeitet seit 2008 als Programm-Managerin im Bereich Transgender Education and Advocacy. Sie engagierte sich in der Kommission für Menschenrechte in Kenia und studiert derzeit an der KCA University in Nairobi.

In ihrem Vortrag am 21. Oktober 2014 thematisiert sie die aktuelle Debatte über die Wahl der sexuellen Ausrichtung und Gender-Identität in Afrika. Dabei steht eine Transgender-Community mit wachsendem Selbstvertrauen und Engagement im Fokus. Mbugua erörtert den Versuch eines „Re-Writing“ in Bezug auf die Geschichte dieser Gruppe. Sie berichtet über die erschwerten Bedingungen unter denen Transgender-Aktivist_innen sich organisieren und legitimieren.

Rückblick: Audrey Mbugua am 21.Oktober 2014



28.10.: Prof. Dr. Amal Obeidi "The Gender Perspective of the "Libyan Revolution": Realities and Challenges of the Transitional Period "

Prof. Dr. Amal Obeidi

Die libysche Professorin Amal Obeidi leitet derzeit die Fakultät für vergleichende Politikwissenschaft und Wirtschaft der Garyounis-Benghazi Universität. Sie erhielt ihren Doktor 1997 in Middle Eastern Politics in Durham und wurde mit dem Chevening Fellowshop on Participation of Woman des London University College ausgezeichnet. Ihr wissenschaftlichen Fokus widmet sie der Analyse der Rolle von Frauen für Transformation wie in ihrer Publikation 2007, "Women's Political Participation in Libya: Result of Survey Research", den Menschrechten, der Zivilgesellschaft sowie Sicherheitsfragen im Mediterranen Raum.

Am 28.10. wird sie sich mit den Geschlechterverhältnissen in Zeiten der Transformation in Lybien auseinandersetzen unter dem Titel: The Gender Perspective of the "Libyan Revolution": Realities and Challenges of the Transitional Period.

Rückblick: Prof. Dr. Amal Obeidi am 28.10.14



4.11.: Beate Wedekind "Äthiopien 1975 - 2005. Ein Bericht von Vorort" ENTFÄLLT!

Beate Wedekind

Beate Wedekind ist eine deutsche Journalistin und Unternehmerin, Gründerin und Chefredakteurin des Online-Magazins TheNewAfrica.info, das sich der jungen, unternehmerisch und eigenverantwortlich denkenden afrikanischen Generation verschrieben hat. Ihre Karriere begann sie als Bankkauffrau, ging in den 70er Jahren als Logistikassistentin nach Äthiopien und wechselte mit 29 zum Journalismus. Als Chefredakteurin von Elle und Bunte wurde sie eine der bekanntesten Journalistinnen Deutschlands. Sie moderierte ihre eigenen Talkshows und produzierte große TV-Shows wie die Goldene Kamera und Ein Herz für Kinder. Seit vielen Jahren ist sie bei NGOs wie Artists United for Nature und Menschen für Menschen aktiv. Als Buchautorin schrieb sie mehrere Bestseller. Wedekind arbeitet für die Lobby- und Kampagnenorganisation ONE, lebt in Berlin und Addis Abeba.

Beate Wedekind spricht am 4. November zum Thema „Äthiopien 1975 - 2005 - 2014. Ein Bericht von vor Ort“. 



11.11.: Victoria Ibezim - Ohaeri "Leadership and Responsibility: The Task of Building a New Nigeria"

Victoria Ibezim - Ohaeri

Victoria Ibezim-Ohaeri ist Gründerin und Geschäftsführerin der Organisation „Spaces for Change“, welche sich mit den Führungsqualitäten von Jugendlichen und Frauen befasst. Selbst aktiv als Menschenrechtsaktivistin und Anwältin, hat sie in den letzten 10 Jahren über vier Kontinente hinweg (Afrika, Europa, Nordamerika und Südamerika) in diesem Bereich Arbeitserfahrung gesammelt und dabei Menschenrechtsverletzungen erforscht und dokumentiert, die sie sowohl auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene analysiert und benannt hat.

Victoria Ibezim-Ohaeri referiert am 11. November 2014 zu „Leadership and Responsibility: The task of building a new Nigeria“.

Rückblick: Victoria Ibezim-Ohaeri am 11.11.14



18.11.: Dr.Philani Mthembu "The Rise of Emerging Powers as Sources of Development Cooperation in Africa"

Philani Mthembu

Philani Mthembu ist Mitbegründer des Berlin Forum on Global Politics (BFoGP) und Doktorant an der Graduate School of Global Politics (GSGP) der Freien Universität Berlin. Seinen Master hat Mthembu mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der University Witwatersrand, Johannesburg, Südafrika absolviert. Als Teilnehmer des Managing Global Governance (MGG) Programme stand die Auseinandersetzung der Deutschen Regierung mit den sogenannten Emerging Powers für Mthembu im Zentrum.


Am 18. November wird er hier anknüpfen und zum Thema „The Rise of Emerging Powers as Sources of Development Cooperation in Africa“ referieren.

Rückblick: Dr. Philani Mthembu am 18.11.14



25.11.: Prof. Dr. Georg Klute "African Political Actors in “Ungoverned Spaces”: Towards a Theory of Heterarchy"

Prof. Dr. Georg Klute

Prof. Georg Klute ist Professor der Ethnologie Afrikas an der Universität Bayreuth und Vorsitzender des Hauptausschusses der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland. Er studierte zunächst Ethnologie, Arabistik, Anthropogeographie und wurde 2002 an der Universität Siegen in Ethnosoziologie und Entwicklungssoziologie habilitiert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Herausbildung von Formen politischer Macht und Organisation in Afrika.


Prof. Klute spricht am 25.11.2014 zum Thema „African political actors in "ungoverned spaces": towards a theory of heterarchy“.

Rückblick: Prof. Dr. Georg Klute am 25.11.14



09.12.: Prof. Dr. Martin Murray "Inequalities against Democracy: The New South Africa through the Lens of Post-Apartheid Johannesburg"

Prof. Dr. Martin J. Murray

Prof. Martin J. Murray ist Professor für Stadtplanung und Soziologie an der University of Michigan, USA und Adjunct Professor am Department of Afro-American and African Studies. Während seiner akademischen Tätigkeit in den Bereichen Urbanisierung und Stadtplanung entwickelte er ein zunehmendes Interesse für die politischen Ereignisse in Südafrika.


Am 09. Dezember 2014 spricht er zu dem Thema: „Inequalities against Democracy: The New South Africa through the Lens of Post-Apartheid Johannesburg“.

Rückblick: Prof. Dr. Martin Murray am 09.12.14



16.12.:Prof. Dr. Stephen Ellis "South Africa: Is there a Revolutionary Future?"

Prof. Stephen Ellis

Prof. Stephen Ellis hat den Desmond Tutu Lehrstuhl an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität VU Amsterdam inne und forscht am African Studies Centre in Leiden. 2003/2004 war er Leiter des Afrika-Programms der International Crisis Group. Zudem war er bereits als Berater für mehrere Regierungen in Europa und Afrika, sowie für die Vereinten Nationen tätig. 2011 erschien sein Buch „Seasons of Rains: Africa in the World“ in dem er sich mit der Zukunft Afrikas beschäftigt.


Am 16.12.2014 wird Ellis in der Vorlesung die Frage erörtern: „South Africa: Is there a revolutionary future?“.



06.01.: Dr. Adekeye Adebajo "A Tale of Three Hegemons: Nigeria, South Africa and France in Africa"

Dr. Adekeye Adebajo

Dr. Adekeye Adebajo hat als Rhodes-Stipendiat sein Studium an der Oxford Universität in England absolviert und dort auch seinen Doktortitel erhalten. Seit 2003 ist er als Geschäftsführer für das Centre for Conflict Resolution (CCR) in Kapstadt, Südafrika tätig. Jahrelang war er für UN-Missionen in der Westsahara, Südafrika und dem Irak aktiv und hat als Herausgeber und Autor unter anderem an Büchern über Sicherheits- und Konfliktmanagement der UN und EU mitgewirkt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen “Building Peace in West Africa”, “Liberia’s Civil War” “The Curse of Berlin: Africa After the Cold War” und “UN Peacekeeping in Africa: From the Suez Crisis to the Sudan Conflicts”. 


Adebajo diskutiert am 06.01.2015 den Kampf um eine hegemoniale Vormachtstellung auf dem Kontinent unter dem Titel: „“A Tale of Three Hegemons: Nigeria, South Africa, and France in Africa”.



13.01.: Elnathan John "Nigeria: Demanding Accountability in a Time of Crises"

Elnathan John

Elnathan John beendete 2012 seine Tätigkeit als Anwalt um hauptberuflich als Autor und Satiriker zu arbeiten. Seine Werke wurden bisher im Per Contra, ZAM Magazin, Evergreen Review, the Caine Prize for African Writing anthology, Sentinel Nigeria und Chimurenga’s The Chronic publiziert. 2013 wurde er für den Caine Prize For African Writing mit seinem Werk Bayan Layi vorgeschlagen und kam dabei in die nähere Auswahl. In letzter Zeit befasst er sich vor allem mit Pastoralismus, Sexualität in Nigeria und der modernen islamischen Geschichte Nordnigerias. Sein zweites Buch, ein Roman der im Norden Nigerias spielt, wird im Sommer 2015 bei Cassava Republic Press erscheinen.


Am 13. Januar 2015 spricht Elnathan John zu „Nigeria: Demanding accountability in a time of crises“.

Rückblick: Elnathan John am 13.01.15



20.01.: Dr. Olumide Abimbola "What Manner of Democracy? Taking Sides in Nigeria"

Dr. Olumide Abimbola

Dr. Olumide Abimbola schloss kürzlich seine Dissertation am Max Planck Institut für ethnologische Forschung ab. Er beschäftigte sich darin mit dem internationalen Handel von Second-Hand Kleidung und verbrachte hierfür insgesamt ein Jahr zu Forschungszwecken in drei westafrikanischen Ländern und Großbritannien. Er ist Koordinator von NigeriansTalk.org, einer Seite mit dem Ziel, Nigeria aus der Perspektive der einflussreichsten Blogger des Landes zu präsentieren. Er bloggt selbst auf loomnie.com.


Am 20. Januar 2015 wird Abimbola einen Vortrag mit dem Titel „What manner of democracy? Taking sides in Nigeria's democracy“ halten.

Rückblick: Dr. Olumide Abimbola am 20.01.15 



27.01.: Dagmar Dehmer "Zum Verhältnis von Demokratie- und Medienentwicklung in Afrika"

Dagmar Dehmer

Dagmar Dehmer ist seit 2001 Politikredakteurin beim Berliner Tagesspiegel. Sie ist dort zuständig für die Umweltberichterstattung, Schwerpunkte sind der Klimawandel und die Energiewende. Außerdem berichtet sie über entwicklungspolitische Themen und über Afrika, speziell Ostafrika und Nigeria. Bevor Dagmar Dehmer zum Tagesspiegel wechselte, arbeitete sie bei der Badischen Zeitung in Freiburg, zunächst von 1993 bis 1997 in der Lokalredaktion Offenburg und danach in der Wirtschaftsredaktion, wo sie ebenfalls Umweltthemen betreute. Dagmar Dehmer ist Preisträgerin des Deutschen Umweltmedienpreises 2010, der von der Deutschen Umwelthilfe vergeben wird. 

Am 27.01. wird sie zum Verhältnis von  Demokratie und Medienentwicklung in Afrika sprechen. 

Rückblick: Dagmar Dehmer am 27.01.15



03.02.: Mildred Ngesa "The President’s Toothbrush – Why Leadership in Africa has ceased to be inspirational."

Mildred Ngesa

Mildred Ngesa schrieb ihr Buch als politische Metapher, in der sie einen fiktiven Präsidenten während seiner Amtszeit porträtiert, der angeblich „verhext“ sei. Dabei setzt sie sich mit der Komplexität sogenannter Bad Governance auseinander. Ihr Buch wird voraussichtlich im Oktober 2014 erscheinen und reiht sich in die humanistische Arbeit der Gründerin und Direktorin der journalistischen Organisation Peace Pen Communications in Kenia ein.


Am 03. Februar 2015 referiert die kenianische Journalistin und Schriftstellerin unter dem Titel ihres literarischen Debüts „The President’s Toothbrush“ zu dem Thema: „Why Leadership in Africa has ceased to be inspirational – the case of Kenya“.



10.02.: Tolu Ogunlesi "A More Perfect Democracy: Making the Lessons of History Count"

Tolu Ogunlesi

Tolu Ogunlesi lebt in Lagos, Nigeria und ist dort als Journalist, Schriftsteller und Poet tätig. Ogunlesi arbeitet unter anderem mit Aljazeera, the Financial Times, the Huffington Post und CNN.com und berichtet über Geschehnisse in Westafrika für The Africa Report. Er schreibt eine wöchentliche Kolumne für die nigerianische Tageszeitung The Punch und gewann bereits zwei Mal den CNN Multichoice African Journalism Award. Er ist begeisterter Nutzer der sozialen Medien und vor allem als Blogger und auf Twitter sehr aktiv (@toluogunlesi).



Tolu Ogunlesi spricht am 10. Februar 2015 unter dem Titel „A More Perfect Democracy: Making the lessons of history count“.



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Letzte Aktualisierung 13.10.2015 von pkoch_admin
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