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Wintersemester 2009/2010

Öffentliche Ringvorlesung "Afrika als Wirtschaftsmacht: Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven"

Wir haben in diesem Wintersemester 2009/2010 unsere vierte Afrika-Ringvorlesung "Afrika als Wirtschaftsmacht: Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven" veranstaltet.

Es sollte versucht werden, ein realistisches Bild der Entwicklungschancen Afrikas zu zeichnen - jenseits von Katastrophismus und Schönfärberei.

Auf dieser Seite befinden sich unter den den entsprechenden Links zu jedem der Vorträge je eine kurze Zusammenfassung.

Die Ringvorlesung wurde organisiert von Dr. Salua Nour, der neuen Afrika-Beauftragten beim OSI-Club. Praktikantinnen sind Saskia Köbschall und Eva Ellereit.

Informationen für Studierende


Vergangene Veranstaltungen




03.11.2009 - Burkhard Hinz (KfW)

Burkhard Hinz
Was ermöglicht und was behindert die Realisierung von Afrikas Wachstumspotentialen?

Rückblick


10.11.2009 - Prof. Theo Rauch (FU Berlin)

Prof. Theo Rauch
Von der besseren Nutzung der Potenziale Afrikas: der Beitrag von Forschung und entwicklungspolitischer Praxis

Afrikas Rohstoffreichtum hat sich in der Vergangenheit eher als Fluch, denn als Segen erwiesen. Der Rohstoff-Boom der letzten fünf Jahre gibt Anlass zu 2 Fragen: 1) Kann Subsahara-Afrika auch als Rohstoffexport-Region Armut und Abhängigkeit überwinden? 2) Wie kann Subsahara-Afrika seinen Ressourcenreichtum zu einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturwandel nutzen und dadurch der Rohstoffabhängigkeit entkommen? Mit diesen beiden Fragen wird sich der Vortrag auseinandersetzen.

Rückblick


17.11.2009 - Dr. Gero Erdmann (GIGA)

Dr. Gero Erdmann

Diktaturen und Demokratien in Afrika: Perspektiven auf einen positiven Wandel der politischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung Afrikas

Lange Zeit war Afrika von autoritärer Herrschaft geprägt. Das hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten verändert. Die Zahl der Diktaturen ist deutlich zurückgegangen; insgesamt ist die politische Herrschaft in Afrika liberaler geworden.

Rückblick


24.11.2009 - Martin Kalhöfer (GTAI)

Martin Kalhöfer
Deutsche Interessen in Afrika und afrikanisches Interesse an Deutschland

Das Interesse der deutschen Wirtschaft an einer Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern nimmt zu. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Ziele und Aktivitäten von Germany Trade and Invest vorgestellt und aktuelle Aspekte eines verstärkten Engagements der Privatwirtschaft beleuchtet. Welche Fragen stellen sich die Unternehmen vor einem Markteinstieg und welche Branchen und Projekte in Afrika bieten Chancen? Auch die Erwartungen der afrikanischen Partner an die deutsche Wirtschaft steigen. Wo ist deren Engagement gefragt und welche Konzepte der Zusammenarbeit können die Nutzung der Wirtschaftspotenziale Afrikas fördern?


Rückblick


01.12.2009 - Helmut Rudolf Schrader (Afrika Verein), Lena Guesnet

Helmut Rudolf Schrader , Lena Guesnet
Vom Rohstoffreichtum zur Industrialisierung des „Herzens der Finsternis“:
Der Fall der Demokratischen Republik Kongo

„Ausgelaugt“ und „geschändet“ sind nur zwei Beschreibungen für den Zustand, in dem sich ein großer Teil der Demokratischen Republik Kongo auch heute immer noch befindet. Wenn man in diesem Rahmen von dem Weg hin zur Industrialisierung spricht, begibt man sich in den Verdacht der Ironisierung, - sind doch noch so viele Schritte notwendig, um von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation sprechen zu können und zu einer halbwegs gesicherten Existenz der Bewohner des Landes zu kommen. Helmut R. Schrader stellt in seinem Beitrag die möglichen Schritte und Hemmnisse bei einer Gesundung der ökonomischen Lage dar und belegt dies anschaulich anhand praktischer persönlicher Erfahrung.


Rückblick


08.12.2009 - Prof. Bernd Meissner (Afrika-Gruppe deutscher Geowissenschaftler), Prof. Dr. Eberhard Klitzsch (TU Berlin)

Prof. Dr. Eberhard Klitzsch
Sudan: Wirtschaftsmacht jenseits von Religions- und Ressourcen-Konflikten

Neben diversen metallischen Rohstoffen einschließlich Chromit und Gold, ist der Sudan seit etwa drei Jahrzehnten besonders wegen seiner Erdölvorkommen von wirtschaftlicher Bedeutung. Darüber hinaus gibt es diverse Rohstoffe, die der einheimischen industriellen Infrastruktur zugute kommen können, zum Beispiel der Keramik-, der Glas- und der Zementindustrie. Interesse an Erdöl droht den Sudan zum Spielball zwischen Großmächten zu machen, die Nutzung des Nilwassers tangiert die Interessen Ägyptens. Es ist deshalb nicht möglich, die Wirtschaftsmacht Sudan jenseits der genannten Konflikte zu sehen, zumal die Konflikte im Wesentlichen Einflüsse von außen widerspiegeln und nicht selbstgemacht sind.


Rückblick


15.12.2009 - Dr. Stephan Klingebiel (KfW)

Dr. Stephan Klingebiel
Wachstumspol trotz Rohstoffarmut: die regionale Wirtschaftsmacht Ruanda

Die ruandische Wirtschaft ist geprägt durch hohe Produktionskosten, eine unzureichende Infrastruktur und durch einen hohen Nachholbedarf hinsichtlich des Humankapitals. Gleichwohl konnte das Land bei der Schaffung von besseren Rahmenbedingungen sichtbare Fortschritte erreichen, die sich zuletzt in einer eindrucksvollen Verbesserung der ruandischen Platzierung beim Doing Business-Index niederschlugen. Vor diesem Hintergrund soll das Potential des Landes als „Wirtschaftsmacht“ diskutiert werden.

Rückblick


05.01.2010 - Dr. Christian von Soest (GIGA)

Dr. Christian von Soest
Vom Rohstoffexport zur Industrialisierung: Erfolge und Herausforderungen
in Südafrikas Politik und Wirtschaft

Südafrika ist das wirtschaftlich stärkste Land auf dem afrikanischen Kontinent und verfügt als einziges über eine international wettbewerbsfähige Industrie. Gleichzeitig sind Armut, Ungleichheit und Arbeitslosigkeit bis heute drückende Hinterlassenschaften der Apartheidzeit. Wo steht die international gefeierte „Regenbogennation“ heute, 15 Jahre nach Ende der systematischen Benachteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit?


Rückblick


12.01.2010 - Prof. Stephen Peterson (Harvard University)

The ‘Minsky Moment,’ Millennium Development Goals, and Wither Africa?

Summary of Lecture

This lecture locates the challenge of development for Africa in the context of an unprecedented global economic crisis. During five years of the last decade, the continent achieved its highest rate of growth in 30 years (6.5% annually), which has declined to 1% in 2009. Projections of future growth are guesstimates. Ironically, the low-income country (LIC) and ‘fragile state (FS)’ groupings of Sub-Saharan Africa (SSA) have been less affected by the crisis because they have not fully embraced the current tripartite ‘development consensus’ articulated by Larry Summers: openness, contract and prudent public financial management. The LICs and FSs have ‘weathered the storm,’ depending on how you define ‘weathered,’ precisely because they were not fully open nor did they embrace the orthodoxy of Western ‘best practice’ of public financial management. Neither the banking systems nor the state were excessively leveraged, and the state limited the adoption of private sector financial management. The four-cell Thompson/Tuden decision matrix which arrays agreement/disagreement along the dimensions of facts/values, is presented as a framework for thinking through the options SSA countries face at both the macro level (crafting a development strategy) and the middle level (approaches to public financial management). The development of SSA countries is located at both levels but emphasizes the fiscal constraint of development strategies. The presentation concludes with possible pathways countries may pursue going forward. While most observers of the continent’s growth prospects focus on opportunities and constraints of the global economy, I argue that an equal if not greater constraint is the rigidity of development thinking which assumes agreement on facts and values (Quadrant I of the Thompson/Tuden matrix). SSA development as Quadrant I is held by disparate individuals (Sachs vs Moyo), Institutions (Bretton Woods, bilateral/multilaterals, academe), and is enshrined in the Millennium Development Goals. The uncertainty of uncertainty, which defines our age, calls for flexibility not rigidity in development thinking and implementation.


Rückblick


19.01.2010 - Dr. Peter Buchholz

Der Bergbausektor als Motor des Wachstums in Afrika

Afrika ist einer der rohstoffreichsten Kontinente unserer Erde. Aufgrund der vielseitigen geologischen Formationen und einer geringen Explorationsdichte hat die Region ein enormes Potenzial für die Entdeckung neuer Lagerstätten vor allem für Metalle und Industrieminerale. Die weltweit steigende Rohstoffnachfrage wird auch langfristig zu neuen Bergbauaktivitäten in Afrika führen. Welchen nachhaltigen Beitrag der Bergbausektor am Wirtschaftswachstum afrikanischer Länder leisten kann, soll im Rahmen des Vortrages diskutiert werden.




Rückblick


26.01.2010 - Dr. Michael Brüntrup (DIE), Dr. Christoph Kessler (KfW)

Dr. Michael Brüntrup
Landwirtschaft als Motor des Wachstums in Afrika

In der gemeinsamen Vorlesung von Michael Brüntrup (DIE) und Christoph Kessler (KfW-Entwicklungsbank) geht es um die Landwirtschaft als Motor des Wachstums in Afrika. Aus der weltweit steigenden Nachfrage nach Agrarprodukten und den komparativen Vorteilen der Landwirtschaft in Afrika werden erhebliche Wachstumspotenziale abgeleitet, auch wenn diverse Probleme die Realisierung dieser Potenziale beeinträchtigen. Die wesentlichen Thesen des Vortrags werden durch praktische Beispiele aus der Entwicklungszusammenarbeit unterlegt und illustriert.


Rückblick


02.02.2010 - Dr. Karl Wolfgang Menck (HWWI)

Dr. Karl Wolfgang Menck
Afrika kann sein Wachstum finanzieren: die Rolle der Steuerpolitik und der
Entwicklungszusammenarbeit


09.02.2010 - Podiumsdiskussion Entwicklungsszenarios

Volker Seitz
Entwicklungsszenarios für Afrika: ‚Reformierte Entwicklungshilfe‘ oder Abkoppelung vom System der Entwicklungshilfe?

Prof. Dr. Elmar Altvater, Freie Universität Berlin
Botschafter Volker Seitz, Autor „Afrika wird armregiert“
Prof. Dr. Rainer Tetzlaff, Universität Hamburg

Moderation: Dr. Konrad Melchers, Society for International Development (SID)

Drei der größten deutschen Denker der Gegenwart über den Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Weltmarktes und der Marginalisierung Afrikas debattieren, aus unterschiedlichen Standpunkten, über Zukunftsszenarien für Afrika, jenseits von Utopien und Status quo Modellen.

Letzte Aktualisierung 13.10.2015 von pkoch_admin
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