Einleitend in seinen Vortrag "Die Rolle der deutschen Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung in Subsahara-Afrika" beschrieb Heiko Schwiderowski die derzeitigen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Afrika: Nur 0,9% des deutschen Handels werde mit Afrika betrieben. Deutschland importiere bekanntermaßen hauptsächlich Rohstoffe und exportiere industrielle Produkte wie Autos oder Maschinen.
Schwiderowski stellte anschliessend die relevanten Akteure (deutsche Wirtschaft, afrikanische Partner, EU, China, BMZ und BMWi) und ihre jeweiligen Interessen vor. Diese dienten als Ausgangspunkt für die Konzeptualisierung von Strategien für den Ausbau der Handelsbeziehungen. Wichtig sei es vor allem, die Interessen der deutschen Wirtschaft mit den Initiativen des BMZ in Einklang zu bringen.
PPPs (Private Public Partnerships) seien ein derzeitiges Beispiel für die Zusammenarbeit von BMZ und deutschen Unternehmen. Das BMZ suche ein afrikanisches Partnerland sowie einen Sektor aus, in dem eine deutsch-afrikanische Kooperation stattfinden solle. Schwiderowksi kritisierte an diesem Modell, dass das BMZ durch die Auswahl des Kooperationsbereiches zu großen Einfluss auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit ausübe und somit eine Wettbewerbsverzerrung stattfinde, die schließlich beiden Seiten wenig nütze.
Schwiderowski plädierte dafür, dass wirtschaftliche Kooperationen "Win-Win-Situationen" anstreben sollten und die deutsche Wirtschaft in der gesamtdeutschen Entwicklungsstragie in Form einer solchen profitorientierten Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zu der nachhaltigen Entwicklung Subsahara-Afrikas leisten könne.