Zur Einführung in ihren Vortrag zu der Bedeutung des Klimawandels für Afrika, zeigte Kirsten Maas-Albert einen von der Heinrich-Böll-Stiftung in Auftrag gegebenen Film: "Hotspots - Afrikas Stimme gegen den Klimawandel" (Marc Engelhardt, 2007). Die verheerenden Auswirkungen der Klimaveränderung wurden anhand mehrerer Beispiele, von der Überfischung des Viktoriasees bis zur Ausweitung der Wüste in Mauretanien, deutlich.
Zu Beginn ihrer Ausführungen beleuchtete Maas-Albert kurz das allgemeine Phänomen des Klimawandels, bevor sie auf dessen speziellen Bezug zu Afrika einging.
Bemerkenswert sei, dass Afrikas Beitrag zum weltweiten Klimawandel unter einem Anteil von 3 % liege, der Kontinent aber dennoch in besonderem Maße von den negativen Folgen betroffen sei. Afrika habe zudem nicht die Kapazitäten, sich an bereits entstandene Schäden anzupassen und somit Konsequenzen abzumildern. Engagement für mehr Umweltschutz und somit für die Abwehr des Klimawandels in Afrika sei also vor allem eine Frage der Gerechtigkeit . Der gesamte Kontinent stößt insgesamt weniger CO2 als Deutschland und soll die Folgen der Klimaveränderung alleine schultern?
Nach einem eher pessimistischen Vortrag über Afrika und den Klimawandel wurde in der anschliessenden Diskussion darauf hingewiesen, dass es auch neue Chancen für den Kontinent geben könne, indem die asymmetrische Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen den Industrieländern und Afrika in Bezug auf den Klimawandel als Druckmittel ausgenutzt werde.