Rückblick

Rückblick

Nachdem die letzten beiden Vorträge aus der wissenschaftlichen Arbeit heraus die Entwicklung Afrikas beleuchteten, gab Andreas Hübers von der NGO ONE (ehemals DATA) nun einen Einblick in die praktische Lobbyarbeit zur Stärkung der Entwicklungszusammenarbeit.

Zunächst stellte er ONE kurz vor. Ziel der Organisation sei es, sich in den Geberländern für eine finanzielle Aufstockung sowie eine effektivere Umsetzung der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) einzusetzen. Hinter diesem Ziel stecke die Überzeugung, dass neben internen Faktoren, auch externe Faktoren, nämlich Handels- und Agrarpolitik, Klimapolitik und eben EZ für die Entwicklung Afrikas verantwortlich seien.
Bezogen auf den Mangel an Effizienz nannte Hüber vier Hauptprobleme, erstens die "Mikro-Makro Problematik", welche eine fehlende systemische Einbettung von EZ- Projekten bezeichnet, zweitens das Problem der Umgehung lokaler Regierungssysteme, welches letztlich dazu führe, dass diese aufgrund der mangelnden Einbindung noch weniger leistungsfähig würde, drittens die Vielfalt der Geber, welche einen hohen Ressourcenaufwand für verschiedene Evaluierungsprozesse bedeute und viertens der Mangel an Vorhersagbarkeit von EZ, welcher eine strategische Planung erschwere.

Trotz der genannten Probleme betonte Hübers die prinzipielle Wirksamkeit von EZ und die Notwendigkeit der Erhöhung der Entwicklungs- bzw. Budgethilfe im Rahmen der Millennium Development Goals. Stefanie Hirsbrunner gab in der anschließenden Diskussion mit Hinweis auf den Bonner Aufruf und dessen massiver Kritik an der EZ zu bedenken, dass diese Ansicht durchaus kontrovers gesehen wird. Auch konnte die Wissenschaft bisher noch keine direkte Kausalität zwischen der Entwicklung eines Landes und der Aufstockung der finanziellen Hilfen der Geberländer liefern.



Andreas Hübers und Stefanie Hirsbrunner































Andreas Hübers




Andreas Hübers


Letzte Aktualisierung 03.12.2008 von rfsp
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