Heidemarie Wieczorek-Zeul bezeichnete zu Beginn ihres Vortrags Afrika als einen der Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. So seien unser Nachbarkontinent und die Perspektiven Afrikas eng mit den Lebensverhältnissen in Europa verbunden. Ungefähr ein Drittel der deutschen bilateralen und multilateralen Leistungen würden für Programme in Afrika verwandt – das entspricht ca. 2 Mrd. Euro. Dazu habe die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ihre Schwerpunkte auf die Bereiche HIV/Aids, Wasserversorgung, Bildung, Förderung von Demokratie und guter Regierungsführung sowie Konfliktprävention gelegt. Afrika, so die Ministerin, sei auch der Kontinent, der am stärksten von der internationalen Entschuldungsinitiative profitiere. Erste Erfolge zeichneten sich bereits ab: Durch die Entschuldung können in Mosambik mittlerweile eine Million Kinder mehr in die Schule gehen. Und in Uganda hat sich die Neuinfektionsrate mit dem HI-Virus bei schwangeren Frauen von 30% auf 5% verringert. Auch auf die Bedeutung von Ölvorkommen in Subsahara-Afrika ging Wieczorek-Zeul ein. Es bestehe zwar die Gefahr, dass Öl Armut verstärke, der Ministerin sei jedoch wichtig, den Ölboom in Afrika zum Segen für den Kontinent werden zu lassen.