Mair

Dr. Stefan Mair

Dr. Stefan Mair

Stellvertr. Vorsitzender des Beirats "Zivile Krisenprävention" der Bundesregierung. Mitglied des Beirats "Partnerschaft mit Afrika". Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des GIGA German Institute of Global and Area Studies / Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Hamburg.

Forschungsfelder: Deutsche Außenpolitik, insbesondere Afrikapolitik; Staatszerfall und nichtstaatliche Akteure in der internationalen Politik; Konflikt- und Krisenmanagement; Ost- und südliches Afrika.

Aktuelle Schwerpunkte: Stabilisierung schwacher und zerfallender Staaten; die internationale Rolle von Führungsmächten; Auslandseinsätze der Bundeswehr.


Dr. Stefan Mair referierte im Rahmen der Ringvorlesung zu dem Thema "Staatszerfall und Konflikte in Afrika südlich der Sahara".



Afrika wird häufig als der Kontinent der Konflikte bezeichnet und es ist sicherlich der Erdteil, der in den vergangenen Jahrzehnten am stärksten von kriegerischen Konflikten und seinen Folgen betroffen war. Stefan Mair machte in seinem Vortrag aber darauf aufmerksam, dass es seit 2000 eine deutliche Verbesserung der Sicherheitslage zu verzeichen gäbe. Nichtsdestotrotz sollten diese Fortschritte nicht überschätzt werden. Die in mehreren Studien festgestellte Korrelation zwischen Armut und Gewaltkonflikten sei noch nicht überwunden, und häufig führe eine spezifische Mischung von Faktoren zum Ausbruch von Gewaltkonflikten. Soziale Ungleichheit sowie sozialer demographischer Wandel, der Aussschluß gesellschaftlicher Gruppen, Staatsversagen und die Proliferation nichtstaatlicher Gewaltakteure und schließlich exogene Faktoren, der Ost-West-Konflikt und das politische Vakuum nach dem Ende des Kalten Krieges führte Mair als sogenannte root causes in Afrika an. Mair sieht selbst bei massivem Ausbau der zivilen Krisenpräventionen in naher Zukunft immer noch den wiederkehrenden Einsatz militärischer Mittel zur Friedenserzwingung und -erhaltung. Hier bedürfe es sowohl afrikanischer Lösungen, aber auch einer internationalen Umsetzung. Die Schwäche und Erschöpfung afrikanischer Fähigkeiten, die sich bisher in einigen Einsätzen gezeigt habe, mache eine Beteiligung Europas unerlässlich. Somit sieht er den Einsatz der Bundeswehr in der Demokratischen Republik Kongo nicht als die letzte Friedensmission mit deutscher Beteiligung.

Skript zum Herunterladen (Power-Point-Präsentation, 636 KB)




Dr. Stefan Mair

Dr. Stefan Mair

Helfrich, Mair
Letzte Aktualisierung 09.09.2007 von rfsp

Das Programm im Überblick


©  OSI-Club e.V.  ~  wegewerk> wwEdit CMS 3.1.9