Janetzke-Wenzel

Dorothee Janetzke-Wenzel


Beauftragte für Afrikapolitik, Auswärtiges Amt

Dorothee Janetzke-Wenzel referierte im Rahmen der Ringvorlesung zum Thema "Neue Aspekte der deutschen Afrikapolitik".



Dorothee Janetzke-Wenzel sieht die deutsche Afrikapolitik als Teil der Außenpolitik, die dem Frieden dient und sich an Werten wie Demokratie, guter Regierungsführung und Menschenrechten orientiert. Sie ging in ihrem Vortrag sowohl auf Konstanten dieser Politik ein, indentifizierte aber auch neue Aspekte und eine neue Dynamik, seit afrikanische Politiker zunehmend davon abrückten, die Ursachen für die Marginalisierung des Kontinents überwiegend in Fremdverschulden begründet zu sehen. So habe sich die Partnerschaft mit einer Vielzahl von Staaten Afrikas auf der Grundlage von afrikanischer Eigenverantwortung und mit Staaten, die in einigen Bereichen gleiche Interessen verfolgen wie Deutschland, positiv entwicklet und weiter ausgebaut. Auch der Bereich der Sicherheitspolitik wachse ständig weiter an. Die Unterstützung der Schaffung von Strukturen für Wirtschaftsinvestitionen und regionale Integration sei zunehmend in den Blickpunkt gerückt und werde darüber hinaus auch zunehmend von afrikanischen Staaten als wichtige Vorraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung gesehen. Neu in der deutschen Afrikapolitik sei ebenfalls ein verstärkter Multilaterismus, der häufige Diskussionen und Abstimmungen im EU-Kreis zu politischen Fragen nach sich ziehe. Dies bedeute eine intensivere Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union und afrikanischen Regionalorganisationen.

Letzte Aktualisierung 08.09.2007 von rfsp

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