Erdmann

Dr. phil. Gero Erdmann

Dr. phil. Gero Erdmann

Geboren 1952 in Würzburg. Studium der Politikwissenschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Freiburg, Aufbaustudium an der School of Oriental and African Studies in London. 1998 Lehrbeauftragter am Institut für Afrikanistik, Universität Leipzig.

Seit Mai 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Afrika-Kunde, Hamburg; Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg. Gegenwärtige Forschungsschwerpunkte: Politische Parteien im anglophonen Afrika, Hybride Regime, Neopatrimonialismus und Regionalmacht Südafrika.


Dr. Gero Erdmann referierte im Rahmen der Ringvorlesung zu dem Thema "Demokratisierung und hybride Regime in Afrika südlich der Sahara ".



Neben vielen autoritären und wenigen demokratischen Regimes sind zahlreiche andere Regimeformen seit der Demokratisierungswelle Anfang der 1990er Jahre in Afrika in Erscheinung getreten. Diese befinden sich in einer Grauzone zwischen Demokratie und Autokratie. Gero Erdmann suchte in seinem Vortrag Antworten auf die Frage nach den Ursachen für die unterschiedliche politische Entwicklung. Weshalb können einige Regime demokratisch bleiben während andere hybrid werden? Und weshalb kommt es bei den hybriden Regimen nicht zu einer weiteren Regression in den Autoritarismus? Erdmann führte aus, dass Regimeveränderungen meist schleichende Prozesse seien, graduelle Veränderungen, die ohne Gewaltaktionen wie Putsche oder Verfassungsänderungen einhergehen. Bei hybriden Regimen oder defekten Demokratien handle es sich um fragile Regimetypen, die sich in beide Richtungen- demokratisch oder autioritär- entwickeln, aber auch lange hybrid bleiben könnten. Eher spekulativ, wenn auch plausibel, sei die Annahme, dass eine internationale Abhängigkeit eines Landes das weitere Abgleiten in den Autoritarismus verhindere- solange die Gefahr von wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Sanktionen bestehe.


Gero Erdmann
Letzte Aktualisierung 08.09.2007 von rfsp

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