Herta Däubler-Gmelin begann ihren Vortrag mit dem Hinweis, dass der Deutsche Bundestag sich in den vergangenen Jahren weit häufiger mit Afrika beschäftige als früher, obwohl die Afrikapolitik als Außenpolitik zu den klassischen Vorbehaltsbereichen der Exekutive gehöre. Die Frage nach dem Beitrag der Parlamente zur Afrikapolitik sei etwas ungewöhlich. Däubler-Gmelin gliederte daher ihren Vortrag in drei Bereiche: Zunächst beleuchtete sie den Beitrag des Deutschen Bundestages zur Afrikapolitik, ging dann auf die Rolle der Parlamente in Afrika ein und fragte anschließend, wie die Beiträge der Parlamente und Abgeordneten die Effizienz der Afrikapolitik verbessern könnten. Sie kam zu dem Schluss, dass sowohl die landesweite Afrikapolitik, speziell in den Landesparlamenten, aber auch die europäische Afrikapolitik durch ein höheres Maß an Information und Koordination sowie durch eine Stärkung der afrikanischen Partnerparlamente effizienter gestaltet werden müsse. Netzwerke auf- und auszubauen, in Europa und in Partnerschaft mit afrikanischen Parlamenten, gehöre zum ganz spezifischen Beitrag, den Parlamente zur Intensivierung der Afrikapolitik leisten könnten und sollten.