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Wintersemester 2008/2009

PS - Medien in einer afrikanischen Demokratie: Geschichte und Organisation am Beispiel Benin im Vergleich mit Deutschland

Dozent: Ludowic Dakossi

(2SWS); Do. 16.00 -18.00; Ihnestr. 22, 22/UG 1 (Seminarraum)

Diese Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis finden.

Seit den frühen 1990er Jahren hat die Demokratisierungswelle zu einer völlig anderen Medienlandschaft in Afrika geführt. Anstelle der früheren - weitgehend von der Staatsautorität kontrollierten - Presse etabliert sich nun eine unabhängige Vierte Staatsgewalt. Als Folge dieser Bewegung lässt sich eine Vielzahl von neuen Zeitungen, Radiosendern und Fernsehstationen beobachten.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die historischen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen dieser Presse sowie deren Organisation am Beispiel Benin und im Vergleich zu Deutschland zu erörtern. Dabei werden nicht nur die Struktur, die Arbeit der Journalisten, Rolle und Wirkungen, sondern auch die Ökonomie dieser Presse unter die Lupe genommen. Schwächen und Schwierigkeiten des Mediensystems werden ebenfalls hervorgehoben.


PS - Eliten in Afrika

Dozent: Michael Pesek

(2SWS); Fr. 10.00 -12.00; Garystr. 55, 105 (Seminarraum)

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Die politischen Eliten Afrikas stehen heutzutage in keinem guten Ruf. In den Nachrichten werden sie oft als inkompetent, machtgierig und korrupt porträtiert. Wenngleich auch viele dieser Vorwürfe ihre Berechtigung haben, so verstellen sie doch den Blick auf die besondere Geschichte dieser Eliten zwischen Erfahrung des europäischen Kolonialismus, dem schwierigen Weg der Dekolonisierung und dem postkolonialen nation-building. Das Proseminar versucht dem eine tiefe historische Perspektive auf die Rolle von Eliten in afrikanischen Gesellschaften der letzten zweihundert Jahre entgegenzustellen. Anhand von zeitgenössischen Quellen sollen die Studierenden einen Einblick in Konzepte dieser Eliten von Macht, Autorität und Status bekommen. Vor dem Hintergrund einer Verortung der Eliten in ihre jeweiligen historischen Handlungskontexte sollen politikwissenschaftliche und soziologische Theorien über Eliten, deren Ausgangspunkt in der Regel europäische Gesellschaften sind, auf ihre Aussagekraft für Afrikas Eliten überprüft werden.


HS - Konflikte in Afrika: Bestimmungfaktoren, Gesetzmäßigkeiten, Überwindungsstrategien

Dozentin: Salua Nour

(2SWS); Do. 14.00 -16.00; Ihnestr. 22, 22/UG 1 (Seminarraum)

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In Afrika haben Zahl und Dauer der Konflikte in den letzten 50 Jahren tendenziell zugenommen. In dieser Region konzentrieren sich internationale Konflikte im Weltvergleich zunehmend. Die Folgen dieser Konflikte im Hinblick auf Vernichtung von Menschenleben und den Grundlagen wirtschaftlicher Entwicklung finden ihren Ausdruck in der wachsenden Verelendung afrikanischer Länder, die vorwiegend die letzten Plätze auf dem UN-Index für menschliche Entwicklung belegen. Konzepte, Strategien und Aktionsprogramme zur Überwindung dieser Konflikte scheinen nur selten zu greifen, was auf analytische Unzulänglichkeiten bei der Kategorisierung dieser Konflikte und der Aufdeckung ihrer Antriebskräfte schließen lässt. In diesem HS findet eine kritische Auseinandersetzung mit Konflikten und Ansätzen zu deren nachhaltiger Überwindung jenseits des wissenschaftlichen Feldes statt, das mit dem Instrumentarium des "historischen Positivismus" abgedeckt wird.


Pk - Die Weltbankgruppe in Afrika: Eine methodologische Auseinandersetzung mit einem entwicklungspolitischen Ansatz in ausgewählten afrikanischen Ländern

Dozentin: Salua Nour

(4SWS); Fr. 12.00 -16.00; Ihnestr. 22, 22/UG 1 (Seminarraum)

Diese Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis finden.

Die Weltbank, IBRD, und die Schwester-Organisationen, IDA und IFC, geben in Afrika für die Entwicklungspolitik der "Gebergemeinschaft" den Ton an. Die von der Weltbank initiierten "Poverty Reduction Strategy Papers" bilden heute in vielen afrikanischen Ländern die Grundlage der Entwicklungszusammenarbeit mit bi- und multilateralen Gebern. Weltbank- und IDA-Kredite sowie Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen der IFC bestimmen durch ihr quantitatives Übergewicht, ihre strategische Positionierung und die daran geknüpften Bedingungen, an deren Erfüllung das Wohlverhalten eines Landes gemessen wird, die entwicklungspolitische Marschrichtung der meisten afrikanischen Länder. In diesem HS wird der entwicklungspolitische Ansatz der Weltbankgruppe einer methodologischen Auseinandersetzung am Beispiel ausgewählter afrikanischer Länder unterzogen. Die Auseinandersetzung geht von der Frage aus, ob die aufgrund dieses Ansatzes formulierten Armutsminderungsstrategien im Sinne der Beachtung kausaler Zusammenhänge erstellt werden und daher hinsichtlich ihrer praktischen Auswirkungen das Kriterium der Relevanz erfüllen.


HS - Die Südafrikapolitik der drei "Deutschländer": DDR - BRD - Bundesrepublik Deutschland (The Southafrican Politics of the "Three Germanies": GRD - FRG - Germany)

Dozent: Ulrich van der Heyden

(2SWS); Fr. 12.00 -14.00; Garystr. 55, 121 (Seminarraum)

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Die Republik Südafrika ist in der Außen- und insbesondere Afrikapolitik Deutschlands ein wichtiger Partner. Diese Partnerschaft verfügt über Traditionen, deren Wurzeln in Ost- wie in Westdeutschland zu finden sind. Diese sollen aufgezeigt und diskutiert werden. Es soll herausgearbeitet werden, auf welche Traditionen der Zusammenarbeit aufgebaut oder wie diese ggf. weiterentwickelt werden könnten.


Der Themenschwerpunkt Afrika ist eine Initiative des OSI-Club e.V.

Letzte Aktualisierung 19.08.2008 von rfsp

Afrika in der "Edition OSI-Club"



der zweite Band


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