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Wintersemester 2007/2008

Das Horn von Afrika: Entstehungsgeschichte von Konflikten

Dozent: Yonas Endrias

Militärische Auseinandersetzungen am Horn von Afrika machen immer wieder Schlagzeilen. Im Seminar wird am Beispiel des eritreischen Unabhängigkeitskrieges sowie der militärischen Auseinandersetzung des relativ homogenen Somalia und des Vielvölkerstaates Äthiopien die historische Entstehungsgeschichte der Konflikte behandelt. Dabei werden die internen und externen Lösungsansätze (Afrikanische Union, UNO), aber auch militärische Interventionen von außen diskutiert.


Vergangenheit und Gegenwart Südafrikas

Dozent: Ulrich van der Heyden

Die Vorlesung traegt der Tatsache Rechnung, dass die Vergangenheit und die darauf fussenden gegenwaertigen Probleme Suedafrikas ein nimmermuedes Interersse der Studierenden finden. In den vorangegeangenen Seminaren musste festgestellt werden, dass oftmals die historischen Grundlagen zum
Verstaendnis der gegenwaertig im Sueden Afrikas ablaufebnden Prozesse nicht praesent sind. Deshalb sollen in einer zweisemestrigen Vorlesung diejenigen histrorischen Voraussetzungen vermittelt werden, die es dann erlauben werden, die heutigen politischen Probleme im suedlichen Afrika besser zu verstehen und zu analysiren. Es wird ein Gesamtueberblick der Geschichte Suedafrikas geboten, der durch die Behandlung vertiefender wissenschaftlicher Fragestellungen ergaenzt wird. Der zweite Teil der Vorlesung wird im Sommersemester 2008 stattfinden.


Die Unterstützung der G8 für die Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NePAD): Vom G8-Gipfel in Genua 2001 bis zum G8-Gipfel in Heiligendamm 2007

Dozentinnen: Uschi Eid, Nina Odenwälder

Im Juni 2007 ist der G8-Afrika-Aktionsplan als Herzstück der G8-Afrika-Partnerschaft fünf Jahre alt geworden. Mit diesem Aktionsplan unterstützen die G8 die "Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung" (NePAD) als Entwicklungsstrategie der Afrikanischen Union (AU). Nach fünf Jahren ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, was im Rahmen dieser Partnerschaft erreicht wurde und was noch umzusetzen bleibt. Zunächst wird die NePAD-Initiative als sozioökonomische Entwicklungsstrategie vorgestellt und anschließend afrikanische Maßnahmen zu ihrer Implementierung untersucht. Die G8-Afrikapartnerschaft mit NePAD war regelmäßig Thema auf den G8-Gipfeln, zuletzt in Heiligendamm. Alle zwei Jahre werden Umsetzungsberichte zum G8-Afrika-Aktionsplan vorgelegt, anhand derer geprüft werden soll, inwiefern die
G8 allgemein und in ausgewählten Schwerpunktbereichen ihre Zusagen eingehalten haben. Schließlich stellt sich das Seminar der Frage, wie sich der Ansatz einer gleichberechtigten Partnerschaft innerhalb der letzten 5 Jahre entwickelt hat und welche Perspektiven für die Umsetzung der G8-Afrikapartnerschaft in der Zukunft bestehen.


Gender und Kriege in Afrika

Dozentin: Rita Schäfer

Kriege in Afrika sind in der europäischen Wahrnehmung oft mit Vorurteilen behaftet, z.B. mit vorschnellen Hinweisen auf Ethnizität. Demgegenüber arbeiten Politikwissenschaftlerinnen, Soziologinnen, Historikerinnen und Sozialanthropologinnen aus afrikanischen Ländern, Europa und den USA seit einigen Jahren die Gender-Dimensionen in Kriegskontexten und in Nachkriegsgesellschaften heraus. Ihre interdisziplinären Perspektiven ermöglichen ein tieferes Verständnis für die komplexen Interdependenzen von politischen Rahmenbedingungen, Macht, Gewalt und Gender. Dabei beleuchten sie unterschiedliche, teils ambivalente Rollen von Frauen und Männern in Kriegs- und Nachkriegssituationen, indem sie Gender mit anderen Differenzkategorien wie Alter, politischer Position oder religiöser Orientierung in Verbindung
setzen. Sie beschränken sich nicht darauf, die geschlechtsspezifischen Folgen von Kriegen für Frauen und Mädchen aufzuzeigen, sondern analysieren auch die Bedeutung militanter Maskulinitätskonstrukte für die Machtverhältnisse in Kriegssituationen, bei UN-Friedensmissionen und in Nachkriegskontexten. Ländervergleiche umfassen Fallbeispiele aus verschiedenen Regionen des Kontinents, z.B. Sierra Leone, Liberia, Uganda, V.R. Kongo, Sudan, Somalia.


Regionale Governance und globale Liberalisierungskonzepte: Ein Vergleich zwischen Integrationsmodellen in Osteuropa und Afrika und die Rolle der Welthandelsorganisation WTO

Dozent: Frank Altenmöller


Die Regionalintegration hat in den vergangenen Jahren und insbesondere nach den erfolglosen multilateralen Verhandlungen im Rahmen der Doha-Welthandelsrunde beträchtlich an Bedeutung gewonnen. Regionale Handelsabkommen umfassen Länder mit sehr unterschiedlichen politischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen. Hierzu gehören beispielsweise ungleiche politische Strukturen und asymmetrische Wirtschaftskraft, voneinander abweichende Arbeits- und Sozialstandards, umweltpolitische Interessen und Investitionsbedingungen. Vor diesem Hintergrund thematisiert die Lehrveranstaltung unterschiedliche Ansätze der Regionalintegration. Diese Ansätze verdeutlichen wir uns am Beispiel der Integration osteuropäischer Staaten in die Europäische Union und anhand ausgewählter Zusammenschlüsse in Afrika (wie etwa die "South African Development Community" und "South African Customs Union"). Die egionalintegration wird von der politisch wichtigen Frage umfasst, wie die einzelnen Regionalabkommen mit dem multilateralen Regelwerk der Welthandelsorganisation WTO vereinbar sind. Die rechtlichen Grundlagen, makroökonomischen Liberalisierungskonzepte und zukünftige Herausforderungen an die regionale und globale Governance werden aufgezeigt und diskutiert. Schließlich gibt das Seminar auch einen Überblick über die Initiativen der Europäischen Union zur Einbindung von osteuropäischen Ländern, die aber nicht als Beitrittskandidaten für die Union vorgesehen sind (wie z.B. Georgien an der Grenze zwischen Europa und Asien). Im Rahmen der "Europäischen Nachbarschaftspolitik" schaffen hier Wirtschaftspartnerschaftsverträge grundlegende Voraussetzungen für die Integration in die westlichen Liberalisierungskonzepte (wie z.B. Hilfen für den Aufbau eines modernen Zollregimes).



Eroberung, Widerstand, Befreiungskampf in Südafrika

Dozent: Ulrich van der Heyden

Das Seminar versteht sich als begleitende Lehrveranstaltung zur Vorlesung "Vergangenheit und Gegenwart Südafrikas (Teil I)". Hier wird die historische Entwicklung im Süden Afrikas von den Anfängen bis etwa Ende des 19. Jahrhunderts sowohl in Überblicksform als auch exemplarisch in vertiefender Weise nachgezeichnet. Im Seminar werden einige für die heutige politische Entwicklung in Südafrika relevante historische Ereignisse und Prozesse ausführlicher behandelt und eingehend diskutiert.
Seminar zur Vorlesung


Die Rolle und Bedeutung Afrikas bei der Reform der Vereinten Nationen

Dozentin: Herta Däubler-Gmelin


Der Themenschwerpunkt Afrika ist eine Initiative des OSI-Club e.V.

Letzte Aktualisierung 15.04.2008 von rfsp

Afrika in der "Edition OSI-Club"



der zweite Band


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