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Wintersemester 2005/2006

PS - Afrikanische Renaissance – Ideengeschichte und aktuelle Debatte

Dozenten: Prof. Dr. Ralf Rytlewski, Dipl.Pol. Ann Kathrin Helfrich, Dipl.Pol. Eric van Grasdorff

Mit dem demokratischen Wandel im südlichen Afrika und dem damit besiegelten formellen Ende des Kolonialismus wurde eine Zeit des Wiederaufbaus und der Erneuerung auf dem afrikanischen Kontinent eingeläutet, die sich in einer lebhaft geführten Debatte um die afrikanische Renaissance widerspiegelt. Ohne Frage hat die Bewegung der afrikanischen Renaissance durch die Initiativen der südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela und Thabo Mbeki seit 1994 neuen Schwung gewonnen. Allerdings wird oft übersehen, dass die Idee einer Wiedergeburt Afrikas bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht und im afrikanischen Widerstand gegen Sklaverei und Rassismus gründet.
Ziele des Proseminars sind die Erarbeitung der ideengeschichtlichen Grundzüge der afrikanischen Renaissance und die Analyse des aktuellen Konzepts. Durch die Beschäftigung mit der zukunftweisenden Ideenströmung der Afrikanischen Renaissance sollen die Studenten für die endogenen Reformbemühungen in Afrika sensibilisiert werden. Nach einer Einführung ins wissenschaftliche und ideengeschichtliche Arbeiten, sollen zunächst anhand ausgewählter Literatur die wichtigsten Etappen in der Artikulation und Umsetzung der Afrikanischen Renaissance vorgestellt werden. Auf dieser Grundlage wenden wir uns dann den aktuellen inhaltlichen Debatten um eine moralische, kulturelle, politische und wirtschaftliche Neugeburt Afrikas zu. Das Seminar richtet sich vornehmlich an Studenten des Grundstudiums.
Zu erbringende Leistungen für den Erwerb eines Leistungsscheins sind neben der intensiven Lektüre und regelmäßigen und aktiven Teilnahme an den Sitzungen das Halten eines Referats und das Schreiben einer Hausarbeit oder das Verfassen einer Buchrezension (je 15 Seiten).


PS - Deutsch-Südafrikanische Beziehungen in Vergangenheit und Gegenwart

Dozenten: Priv. Doz. Dr. Ulrich van der Heyden, Dr. Hans Ulrich Seidt

Die deutsch - südafrikanischen Beziehungen verfügen über lange und intensive Traditionen. Zu keiner anderen Region Afrikas gab es im Verlaufe der Geschichte solchen engen, von Interaktio-nen geprägten Prozess von Seiten der verschiedensten deutschen Staaten. Im Seminar werden diese Beziehungen von den Anfängen im 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart nachgezeichnet. Um dieses gewaltige Beziehungsgeflecht einiger Maßen gerecht erfassen und
analysieren zu können, werden thematische Schwerpunkte gesetzt werden. Exemplarisch sollen die Beziehungen vor allem auf kulturellem, politischem, militärischem und wissenschaftshistorischem Gebiet abgehandelt werden.
Besonderer Wert wird darauf gelegt, herauszuarbeiten, wie sich der Kontakt zwischen Deutschen und "Schwarzafrikanern" über die Jahrhunderte hinweg gestaltete. Das Seminar wird abgeschlossen werden mit Analysen und Diskussionen zu den jüngsten Ereignissen und Prozessen, die Einfluss auf die aktuelle Gestaltung der deutsch - südafrikanischen Beziehungen ausüben.


HS - Kontinent im Wandel (Nationalstaaten, Regionalorganisationen und Machtstrukturen)

Dozentin: Hon. Prof. Dr. Herta Däubler Gmelin

Das Hauptseminar "Afrika - Kontinent im Wandel (Nationalstaaten, Regionalorganisationen und Machtstrukturen)" findet 14-tägig statt. Es ordnet sich in den Bereich "Afrika" im Studienbe-reich "Regionale Politikanalyse" ein und steht in Verbindung mit der Ringvorlesung "Afrika – Europas verkannter Nachbar?" Erarbeitet werden sollen Kenntnisse über die Konflikte und die Veränderungen im modernen Afrika mit Schwerpunkt auf regionalen Zusammenschlüssen und Strategien der Zusammenarbeit (z.B. SADC, AU, aber auch NEPAD). Voraussetzung: Englisch, wünschenswert: Französisch und Portugiesisch. Für den Erwerb eines Teilnahmescheines wird ein Referat, für den eines Leistungsscheines zusätzlich eine ca. 25-seitige Hausarbeit erwartet.


HS - Deutsche Afrika-Politik

Dozent: Dr. Stefan Mair

Das Hauptseminar gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Geschichte deutscher Afrikapolitik, der Einbettung deutscher Afrikapolitik in die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik generell und mit den Interessen und Normen, die deutsche Afrikapolitik leiten. Im Mittelpunkt des zweiten Teils stehen die Akteure deutscher Afrikapolitik. Gegenstand des dritten Teils sind aktuelle Konzepte und Instrumente deutscher Afrikapolitik. Für einen Teilnahmeschein wird aktive mündliche Beteiligung sowie das Halten eines Referates vorausgesetzt, für einen Leistungsschein zudem eine ca. 25-seitige Hausarbeit.

Letzte Aktualisierung 15.07.2008 von rfsp

Afrika in der "Edition OSI-Club"



der zweite Band


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