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Sommersemester 2008

PS - Die Rolle der deutschen Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung afrikanischer Staaten südlich der Sahara

Dozenten: Ekkehard Münzing; Heiko Schwiderowski


PS - Supranationale Organisationen in Afrika

Dozent: Jürgen Langen


PS - Regionale Sicherheitskooperation in Afrika

Dozent: Dustin Dehéz

Mit dem Ende des Ost-West Konfliktes übernehmen mehr und mehr afrikanische Regionalorganisationen von der ECOWAS (Economic Community of West African States) über die IGAD (Intergovernmental Authority on Development) bis zur Afrikanischen Union selbst Versuche, Konflikte auf dem Kontinent zu regeln. Dabei sind viele dieser Organisationen selbst noch recht jung (wie die IGAD) oder in der Konfliktbeilegung noch unerfahren (wie etwa die SADC). Dennoch hat die Afrikanische Union eine aktivere Rolle in der Konfliktregelung und Konfliktprävention übernommen und die Regionalorganisationen beauftragt sich an der African Standby Force (ASF) mit eigenen Brigaden zu beteiligen. Vor diesem Hintergrund soll sich das Seminar mit den Perspektiven der Sicherheitskooperation in Afrika kritisch auseinandersetzen und die Geschichte, Entwicklung und Zukunftsperspektiven der sicherheitspolitischen Kooperation in Afrika beschäftigen.


HS - Konflikte und Intervention in Afrika

Dozent: Denis Tull


Im Gegensatz zu allen anderen Weltregionen ist die Zahl der gewaltsamen Konflikte in Afrika südlich der Sahara seit dem Ende des Kalten Krieges kaum zurückgegangen. Auf dem Kontinent finden 40 Prozent der weltweiten Konflikte statt. Gleichzeitig ist Afrika die wichtigste Zielregion von Friedensmissionen der Vereinten Nationen geworden. Rund zwei Drittel aller weltweit eingesetzten VN-Blauhelme sind in Afrika stationiert. Die Beilegung von Konflikten ist nur ein Ziel dieser Interventionen. Sie versuchen in einem umfassenden Sinn die Ursachen von Konflikten zu bearbeiten und die staatliche Ordnung wiederherzustellen (z.B. DR Kongo, Liberia, Sierra Leone). Ziel des Seminar ist eine vergleichende Untersuchung 1) von Konfliktursachen und Konfliktverläufen und 2) der Ziele, Strategien und Ergebnisse internationaler Interventionen in afrikanischen Krisenstaaten. In den ersten vier Sitzungen werden die theoretischen und empirischen Grundlagen zur Analyse von Konfliktursachen in Afrika erarbeitet. Im Mittelpunkt werden dabei Fragen politischer Ordnung und staatlicher Herrschaft in Afrika stehen. Wir werden uns außerdem mit konkurrierenden Ansätzen zur Erklärung von Konflikten auseinandersetzen (Ethnizität, wirtschaftliche Faktoren). In zwei weiteren Sitzungen werden wir uns mit den Themen internationale Sicherheit, internationale Interventionen und Peacekeeping befassen. Aufbauend auf diesem „Rüstzeug“ wird der inhaltliche Schwerpunkt des Seminars auf Fallstudien zu afrikanischen Konflikten und internationalen Interventionen liegen. Die Fallstudien werden dazu dienen, die Komplexität von Konflikten/Interventionen, aber auch erkennbare Muster und Gemeinsamkeiten zu verstehen.



HS - Postkoloniale Staatlichkeit in Afrika

Dozent: Michael Pesek


V - Vergangenheit und Gegenwart Südafrikas

Dozent: Ulrich van der Heyden

In dieser Vorlesung zur Geschichte und Gegenwart Südafrikas wird an die im ersten Teil der Vorlesung im HS 2007/2008 gewonnenen Kenntnisse angeknüpft. Im SS 2008 konzentriert sich die Vorlesung hauptsächlich auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Auch hier wird neben der Vermittlung eines groben historischen Überblicks auf bestimmte Themen vertiefend eingegangen. Es wird auf die historischen Entwicklungslinien, die zur heutigen Politik in Südafrika führen, intensiv eingegangen. Es wird die gegenwärtige politische Situation in der Republik Südafrika analysiert.


HS - Eroberung, Widerstand, Befreiungskampf in Südafrika

Dozent: Ulrich van der Heyden

Die Geschichte Südafrikas ist auch im 20. Jahrhundert geprägt von Gewalt, Vertreibung, Diskriminierung und rassistischer Unterdrückung, die sich gegen die einheimische Bevölkerung richtete. Der Widerstand gegen die rassistische Politik nahm neue Formen an. Die verschiedenen Arten des Widerstands der schwarzen Bevölkerung Südafrikas soll in diesem Seminar herausgearbeitet werden. Zugeleich wird der vor allem vom ANC getragene Widerstand in den internationalen Kontext des Anti-Apartheid-Kampfes gestellt. Die im Seminar behandelte Themen reichen bis zur Zeit der Überwindung der Apartheid und der Entstehung eines "neuen Südafrikas".


Der Themenschwerpunkt Afrika ist eine Initiative des OSI-Club e.V.


Weitere Veranstaltungen zum Thema Afrika



Transkulturelle Perspektiven afrikanischer Kunst/Geschichte

Veranstaltungsreihe im Rahmen des Programms „Offener Hörsaal“ beginnt am 22. April

Im Rahmen des Programms „Offener Hörsaal“ der Freien Universität Berlin beginnt am Dienstag, dem 22. April 2008, um 18.15 Uhr die Vorlesungsreihe „Transkulturelle Perspektiven afrikanischer Kunst/Geschichte)“. Der Besuch der Vortragsreihe ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die meisten Vorträge werden auf Englisch gehalten.

Spätestens auf der von dem gebürtigen Nigerianer Okwui Enwezor kuratierten „documenta 11“ im Jahr 2002 wurde auch für eine breite Öffentlichkeit sichtbar, dass afrikanische Kunst einen wesentlichen, innovativen und äußerst facettenreichen Bestandteil des zeitgenössischen Kunstgeschehens ausmacht. Diese Tatsache wurde lange Zeit durch den Umstand verschleiert, dass die Entstehung der Kunstgeschichte als universitäre Disziplin und die Etablierung des Kunstmuseums als Institution in die Zeit der Kolonialisierung fiel. Dies hatte eine Ausgrenzung afrikanischer Kunst zur Folge. Die Vorlesung widmet sich Positionen zeitgenössischer afrikanischer Kunst und hinterfragt die verfestigten Kategorien des „Afrikanischen“.

Dienstags, 18.15 bis 20.00 Uhr; Beginn: 22. April 2008; Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin, Koserstraße 20, Hörsaal B, 14195 Berlin, U-Bhf. Podbielskiallee (U3)


Die Vorlesungsreihe wurde konzipiert vom Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin in Kooperation mit der Professur für Postcolonial Studies an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

Termine und Themen


PS - Politische Konfliktlinien im Nahen Osten und Nordafrika im Politikfeld Sicherheit

Dozentin: Sarah Clasen


PS - Kriege in Afrika

Dozentin: Susanne Buckley-Zistel


HS - Reformpartnerschaften und Sicherheitspolitik - Vernetzte Strategien am Beispiel Afrikas

Dozentin: Regina Franken-Wendelstorf

Letzte Aktualisierung 15.04.2008 von rfsp

Afrika in der "Edition OSI-Club"



der zweite Band


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